Was ist grillen genau?

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Grillen (auch genannt Grillieren) ist, rein technisch gesehen, das Garen von Lebensmitteln durch sogenannte Strahlungshitze, bei Temperaturen von bis zu 350° Celsius. Die Wärme wird direkt auf das Grillgut übertragen, anstatt indirekt (wie es etwa beim Braten in einer Pfanne der Fall ist).
Vorteil: Die Lebensmittel sind fettarmer als wenn sie gebraten wurden, da Fett beim Garen abtropft (das Fett darf nur nicht in die Flammen tropfen, da hierbei gesundheitsschädliche Stoffe entstehen, die dem Grillgut anhaften können). Beim Grillen mit Holzkohle entsteht zudem noch ein typisches Aroma, das viele leidenschaftliche "Grillmeister" sehr schätzen - wer dies nicht tut, oder von einigen anderen Eigenarten der anderen Grillmethoden profitieren will, nutzt eben diese: Grillen mit Gas oder Elektrizität.
Aber seit wann grillt der Mensch eigentlich? Nun, wie Sie vielleicht schon erahnen mögen, war das Grillen die wahrscheinlich erste Zubereitungsmethode, die der Mensch entdeckte, nachdem er das Feuer zu beherrschen gelernt hatte. Nicht nur zur Jagd auf die Beutetiere wurde das Feuer benutzt, das Garen des erjagten, rohes Fleisches über offenem Feuer machte es leichter bekömmlich und wesentlich schmackhafter, stellte also den Beginn der Kochkunst an sich dar. Die ältesten Funde von Feuerstellen mit Knochen wurden übrigens auf dem Gebiet des heutigen China gemacht.

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Das war also vor 700.000 Jahren, und seitdem hat sich mit der Kochkunst natürlich auch das Grillen weiterentwickelt: Wenngleich in den alten Kulturen Grillen natürlich kein Gegenstand der höheren Wissenschaften war und daher auch nicht explizit, sondern nur spärlich überliefert ist, so ist doch klar, dass gegrillt wurde. Schon die alten Ägypter grillten angeblich das Fleisch der wenigen frei verfügbaren Fleischlieferanten: Hyänen und Krokodile - nicht für ihren Wohlgeschmack bekannt, aber immerhin Fleisch. Was wissen wir von den Römern? Nun, dem ein oder anderen mag es unglaublich erscheinen, dass es gerade die Vorfahren der heutigen Italiener waren, doch es heißt, dass die Römer nicht nur die Erfinder des Römertopf sind, sondern auch die der ersten Bratwürste waren. Im Mittelalter dann schlossen sich die Spießbrater (Rotisseure) sogar zu einer eigenen Zunft zusammen, obwohl das Grillen in dieser Zeit noch lange nicht für jeden in Frage kam: Die heute so geschätzte Fettarmut war damals noch ein Nachteil, da die einfache, hart arbeitende Bevölkerung es sich nicht leisten konnte, das energiereiche Fett abtropfen zu lassen - Grillen war etwas für den Adel, der sich nicht von Hunger und Not bedroht sah. Weiter im Lauf der Geschichte, und wir kommen nach Amerika, wo das "moderne Grillen" seinen Anfang nahm: Wie gerne der Klischeeamerikaner sein Barbecue am Unabhängigkeitstag genießt, ist ja bekannt - und tatsächlich, diese Grillparty ist fester Bestandteil der amerikanischen Kultur. Zur Zeit der ersten Siedler ernährte man sich ja noch von den Bisons, die man selbst erjagt hatte, während man mit den gewaltigen Siedlertrecks nach Westen zog. Die gemeinsamen Barbecues, die auch die Rolle von Schlachtfesten einnahmen, wurden oft zu richtigen Nachbarschaftsfeiern oder auch auf den Plantagen der Südstaaten von allen sozialen Schichten gleichermaßen gefeiert. So ist das Barbecue (oder kurz BBQ) eines der vielen amerikanischen Symbole für Freiheit und Integration geworden. Nach dem Ende des zweiten Weltkrieges dann hielt das BBQ wie viele andere Trends und Moden Einzug in Deutschland. Anstatt aber wie Trends irgendwann uninteressant zu werden, hält sich Grillen bekanntlich bis heute als beliebter Weg, im Sommer jede Art von Gast zu verköstigen, egal, welcher Anlass den Grund für eine Feierlichkeit gibt - Grillfleisch, Würstchen, Salate mit selbst gezüchteten Tomaten aus Tomaten Samen von magicgardenseeds, Röstbrot und leckere Desserts, zusammen mit kühlen Getränken an einem warmen Sommerabend sind wohl Grund genug, auch mal eine Grillparty ohne genauen Anlass zu schmeißen, was häufig von den Gästen auch mit einem Geschenk zur Grillparty belohnt wird.. Die Bedeutungsschwere fehlt zwar, aber Genuss und Spaß an der Freude sind garantiert!
